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"Was ist ein Entspannungstherapeut?"

Hintergründe zu den Berufsbezeichnungen Entspannungstherapeut, Entspannungspädagoge oder Entspannungstrainer?"

Alle drei Berufsbezeichnung stehen nicht für einen staatlich anerkannten Beruf. Diese Begriffe sind somit auch rechtlich nicht geschützt. Bei diesen Berufen definiert der Staat weder Ausbildungs- noch Prüfungsinhalte. Jeder darf sich auch Entspannungstherapeut nennen. Auch für die von ganz besonders kreativen Ausbildungsanbietern zusätzlich noch mit "Diplom" verzierten Begriffe gilt dies ebenso. Für die Anerkennung durch Krankenkassen und die Bezuschussung der Kurse zählt diese Titulierung nicht. Von Bedeutung ist hingegen die berufliche Vorqualifikation und eben eine entsprechende spezifische Ausbildung / Weiterbildung wie wir diese anbieten.

Jeder, welcher sich dafür geeignet hält, darf in Deutschland Entspannungsangebote offerieren. Jeder darf sich auch als Entspannungstrainer-/in bzw. Entspannungspädagoge/-in bezeichnen. Und dies bedeutet selbstverständlich auch, dass für die Weiterbildungen bzw. Ausbildungen, die diese Titulierung benutzen, keine staatlich definierten Regeln bestehen. Es kann sich nicht nur jeder als Entspannungstherapeut bezeichnen, jeder kann Ausbildungen durchführen. Diverse Ausbildungsanbieter sind äußerst schöpferisch und erteilen obendrein noch den Titel Diplom. Das ändert am Sachverhalt nichts: Entspannungstherapeut als Berufsbezeichnung - und alle schönen zusätzlichen Attribuierungen - haben keinerlei inhaltliche Aussagekraft.

Ob Diplom-Psychologin, Kauffrau, Ingenieur, Betriebswirt - jeder darf sich so nennen. Und das in der Theorie sogar ohne irgendwelche wie auch immer erworbenen Fähigkeiten. Und wie bereits beschrieben, hat das gleichermaßen für diejenigen Gültigkeit, welche Ausbildungen offerieren.

Was die Durchführung von Präventionsworkshops im Bereich Entspannung betrifft, die von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden, gelten andere Vorschriften. Für die Anerkennung durch Krankenkassen und die Bezuschussung der Angebote zählt die Titulierung Entspannungstherapeut nicht. In dem Handlungsleitfaden der Krankenkassen, welcher die Auslegung des §20 SGB regelt, sind die Richtlinien beschrieben.

Die Inhalte und der Umfang der Ausbildungen bzw. Fortbildungen zum Entspannungstrainer-/in bzw. Entspannungspädage/-in unterscheiden sich bei den Ausbildungsanbietern zum Teil erheblich. Auch eine Konsequenz aus der nicht vorhanden Regulierung. Wir weisen bei unseren Angeboten auf den rein beschreibenden Charakter dieser sog. Berufsbezeichnungen hin.

Bei unseren Ausbildungen unterscheiden wir zwischen dem präventiven Bereich und reinen Entspannungsangeboten (Entspannungsverfahren anleiten). Im präventiven Bereich bieten wir Methoden an, welche auch im Handlungsfaden unter der Kategorie Stressmanagement aufgeführt sind. Wir bieten Ausbildungen für multimodales Stressmanagement und die beiden wissenschaftlichen Entspannungsverfahren Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung an.

Entspannungstherapeuten bieten sehr unterschiedliche Formen von Entspannungsverfahren an. Autogenes Training und Progressive Relaxation sind meist Basisangebote. Darüber hinaus werden oft noch Verfahren wie Meditation, TaiChi, Atemübungen, Phantasiereisen, Qigong, Körperreisen und so weiter durchgeführt.