Ausbildung, Fortbildung, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung

Ausbildung zur KursleiterIn für Progressive Muskelentspannung nach §20 SGB (Prävention)

Professionelle Fortbildung zum Seminarleiter bzw. Kursleiter für Progressive Muskelentspannung (Muskelrelaxation) nach Jacobson in Karlsruhe und Berlin

Seminartermine

Termine Seminargebühr Seminarort Anmeldung

26.09.2012 bis 28.09.2012
Dauer: 3 Tage
3 Tage, jeweils von 10.00 bis ca. 18.30 Uhr

390 Euro
Frühbucherpreis bei Anmeldungen bis 26.08.2012: 360 Euro

Berlin

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Diese Ausbildung in Köln: www.entspanntinkoeln.de

Die Progressive Muskelentspannung wurde erstmals 1929 von dem amerikanischen Physiologen Jacobson beschrieben. Jacobson ging davon aus, dass jede psychische Erregung eine Zunahme des Muskeltonus bewirkt. Seine Überlegung war nun, dass umgekehrt durch eine Verringerung der muskulären Verspannungen auch die Ausbildung zum Kursleiter / Seminarleiter für die Entspannungsverfahren Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung (Progressive Relaxation)Aktivität im zentralen Nervensystem herabgesetzt werden könne. Über eine systematische Kontrolle des Tonus einzelner Muskelgruppen solle eine fortschreitende ( = progressive) Entwicklung eines psychophysischen Entspannungszustandes erreicht werden.

Diese Ausbildung beinhaltet die qualifizierte Kursleitung für Progressive Muskelentspannung. Ziel dieses Seminars ist es, dass Sie Ihren Teilnehmern diese Entspannungsverfahren vermitteln können. Und zwar primär in präventiver Absicht. D.h., dass Ihre Teilnehmer die Methoden selbständig und bevorzugt auch motiviert in deren Alltag anwenden und integrieren lernen.

Die Einsatzgebiete für die Durchführung von solchen Präventionsmaßnahmen sind vielfältig. Grundlegend kann man zwei Felder benennen:

  • Die Durchführung von Präventionskursen gemäß §20 SGB V. Bspw. in Volkshochschulen, Bildungsstätten, Fitnessstudios usw. Und auch von Ihnen selbst organisierte Kurse. Ob Ihre Kurse von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschußt werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Genauere Informationen zur Prävention.

  • Der Einsatz von Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung in Kliniken und ambulanten Rehabilitations-Einrichtungen. Hierbei sind bedingt durch die Limitierungen im Klinikkontext spezielle Methoden und Settings nötig. Auch hierauf wird teilnehmerspezifisch in den Ausbildungen eingegangen. Die Entspannungsverfahren sind elementare Anwendungen bspw. in Rehakliniken oder Schmerzkliniken.

Die Aufgabenstellung für eine KursleiterIn im Bereich Prävention mit Progressiver Muskelentspannung ist vielfältiger Natur. Diese beinhaltet, dass Sie die Teilnehmer an Ihren Seminaren beim eigenständigen Erlernen des Autogenen Trainings oder der Progressiven Entspannung begleiten und motivierend unterstützen. Ihre Teilnehmer erlernen Verfahren zur eigenständigen Selbstentspannung. Insofern müssen in den Seminaren auch die Erfahrungen, Erlebnisse und Schwierigkeiten der Teilnehmer beim Durchführungen der Übungen reflektiert und besprochen werden.

Seminarinhalte

  • Grundlagen der psychophysischen Entspannungsreaktion

  • Die Grundformen der Progressiven Muskelentspannung: Langform, Kurzform, Ampelübung, Entspannung durch Vergegenwärtigung, Differentielle Entspannung

  • Das Ruhewort bei der Progressiven Muskelentspannung

  • Kurs-Planung, Entwicklung und Durchführung von Seminaren mit praktischen Übungen

  • Komplettes Konzept für einen Präventionskurs mit 8 Einheiten à 90 Minuten

  • Nach Bedarf alternative Konzepte für den Einsatz im anderen Kontext, bspw. in Kliniken oder Reha-Institutionen

  • Psychologische Gesprächsführung

    • Das 3-Stufenmodell der Reflektionsrunden

    • Zuhören lernen: die 4 Arten des Zuhörens

    • Informationsgewinnung: Techniken der psychologischen Exploration

  • Psychologische Grundlagen für die Vermittlung der Progressiven Muskelrelaxation

  • Umgang mit Schwierigkeiten, Ängsten und Widerständen auf Seiten der Teilnehmer

  • Selbsterfahrungsübungen

  • Grundlagen der Stresstheorie

Seminarunterlagen
In der Seminargebühr enthalten sind ausführliche schriftliche Seminarunterlagen.

Die Vermittlung von Progressiver Muskelentspannung und Autogenem Training stellt eine anspruchsvolle, psychologische Aufgabe dar. Deshalb ist es das Ziel, Sie in diesen Ausbildungsseminaren so umfassend zu schulen, dass Sie über eine breite Basis für Ihre Tätigkeit als Seminarleiter verfügen.

Die Ziele der beiden Entspannungsverfahren:
Das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung (progressive Muskelrelaxation) sind Entspannungsverfahren, welche auf unterschiedliche Weise zu einem psychophysischen Entspannungszustand führen. Die Verfahren sind unterschiedlich, die Ziele weitgehend identisch:

  • Stressbewältigung, Innenschau, Selbsterkenntnis

  • körperliche und seelische Selbstregulation zur Förderung von Gelassenheit, allgemeine gesundheitsförderliche Prävention

  • Entspannung als gesundes Gegengewicht zu übermäßiger körperlicher und seelischer Spannung integriert in den Alltag.

  • Störungs-/Krankheitsbehandlung und Nachsorge

  • Förderung der Selbststeuerungsfähigkeiten (physiologisch / kognitiv / emotional / verhaltensmäßig), der Selbstregulierung vegetativer Funktionen, der optimalen organismischen Regulation von gesunden Verhaltensweisen, der Konzentrationsfähigkeit und der Selbstruhigstellung

  • Wahrnehmung der Sensibilisierung für Körpervorgänge, Körpersignalsysteme und positive Körperempfindungen

Kursleiter:

Dipl.-Psychologe Uwe Boving (Profil)

Gruppengröße:
maximal 15 Teilnehmer

Seminarumfang:
Autogenes Training: 34 Unterrichtseinheiten; Progressive Muskelentspannung: 34 Unterrichtseinheiten
Dies entspricht nach dem Kenntnisstand des Veranstalters den Richtlinien des Handlungsleitfadens Prävention des GKV-Spitzenverbandes.

Supervision:
Nach dem jeweiligen Seminar haben Sie die Möglichkeit telefonische Supervision vom Kursleiter zu erhalten (nicht in der Seminargebühr enthalten).

Voraussetzungen:
Erfahrung in der Leitung von Gruppen ist nicht Voraussetzung, aber natürlich eine sehr gute Basis. Prinzipiell gibt es in Deutschland keine Beschränkungen, wer solche Entspannungsverfahren anleiten darf. Für die Bezuschussung durch die gesetzlichen Krankenkassen gibt es allerdings spezielle Anforderungen. Wie bereits erwähnt, sind Reflektionsrunden ein wichtiger Bestandteil der Durchführung von Präventionsmaßnahmen mit Progressiver Muskelentspannung. Insofern ist eine sehr gute Beherrschung der deutschen Sprache Grundvoraussetzung für die Leitung solcher Kurse. Zumindest wenn Sie die Maßnahme in Deutsch durchführen wollen.

Es ist für die Tätigkeit als KursleiterIn zwingend notwendig, dass man selbst zumindest eines der beiden Verfahren in einem qualifizierten Kurs über mindestens 6 Kurs-Einheiten als Teilnehmer erlernt hat und anwenden kann. Dies kann dann ein Kurs vor Ort bei Ihnen zuhause sein und vor der Schulung zum Seminarleiter erfolgen. Es hat aber auch Vorteile, wenn Sie einen solchen Kurs nach der Ausbildung absolvieren. Den Besuch eines solchen Kurses müssen Sie uns nicht formell nachweisen. Dies überlassen wir Ihrer Selbstverantwortung.
In unseren Seminarleiter-Ausbildungen führen wir Selbsterfahrungs-Übungen durch. Diese ersetzen aber nicht das Erlernen des jeweiligen Entspannungsverfahrens in einem Kurs über mehre Wochen. Wir bieten Ihnen eine kompakte, zusammenhängende Ausbildung zum Kursleiter. Das eigenständige Erlernen der Verfahren überlassen wir selbstverantwortlich Ihnen selbst. Sie können dies in einem entsprechenden Kurs in Ihrer Umgebung vor Ort durchführen. Dafür bieten sich natürlich Präventionskurse der Krankenkassen an.

 

 

Ausbildungen, Fortbildungen für psychologische Gesundheitsförderung
Tel. 0221/3408917